Besonders gefährdete Menschen sollen Vorrang haben, erste Maßnahmen bis Sommer 2027
Der Sommer 2026 war in Hessen der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Menschen jeden Alters haben unter der Hitze gelitten. Aufgrund der fortschreitenden Erderwärmung müssen wir uns darauf einstellen, dass sich künftig solche Hitzeperioden wiederholen.
„Deshalb fordern wir, dass der Landkreis einen Hitzeschutzaktionsplan für seine Liegenschaften, Betriebe und Gesellschaften erarbeitet“, erklärt Martin Tichy, Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion.
Zunächst sollen die kreiseigenen Gebäude und das umgebende Gelände im Hinblick auf erforderliche Maßnahmen zum Hitzeschutz untersucht werden: Im nächsten Schritt soll geklärt werden, welche Maßnahmen sich kurz-, mittel- und langfristig umsetzen lassen, was sie kosten und ob es dafür Fördermittel gibt.
Maßnahmen, die schnell realisierbar sind, sollen möglichst vor Beginn oder spätestens während des Sommers 2027 umgesetzt werden. „Besonders wichtig ist uns dabei der Schutz für vulnerable Gruppen wie Kranke, Pflegebedürftige, Kinder und Menschen mit Behinderung. Um sie muss sich der Kreis zuerst kümmern,“ betont der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Christian Grunwald.
Wer sich täglich in den Gebäuden aufhält, soll an der Erarbeitung des Plans mitwirken: Schüler*innen, Lehrkräfte sowie die Beschäftigten der Kreiskliniken oder der Verwaltung. Außerdem sollen die Schulbauleitlinien überprüft und bei Bedarf um zusätzliche Hitzeschutzmaßnahmen ergänzt werden.
„So kann sichergestellt werden, dass der Hitzeschutz von Anfang an bei der Planung von Schulen berücksichtigt wird“, erläutert Tichy. Außerdem soll geprüft werden, ob der Landkreis gemeinsam mit den Kommunen einen Aktionsplan erstellen kann, der zugleich jede Kommune auch einzeln betrachtet. Mit dem kreisweiten Klimaanpassungskonzept wurde dafür bereits eine sehr gute Grundlage geschaffen.