Mobilitätsbedürfnisse kennen keine Kreis- und Gemeindegrenzen: GRÜNE fragen, was aus dem Nachhaltigen Mobilitätsplan für die Stadt unddie Region geworden ist

„Zur Mitwirkung des Landkreises und der Landkreiskommunen bei der Erstellung und Umsetzung des Nachhaltigen Urbanen Mobilitätsplan SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan)“

Im Juni fand die Abschlussveranstaltung für einen integrierten Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Darmstadt statt. Die ursprüngliche Absicht war ein „nachhaltiger Mobilitätsplan für die Stadt und die Region 2035“, kurz SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan).

Mit einer Anfrage im Kreistag möchte die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN jetzt wissen, was aus der ursprünglichen Intension geworden ist.
Wie hat der Kreis sich eingebracht?
Hat er sich überhaupt eingebracht?
Wie werden der Kreis und die Umlandgemeinden von Darmstadt in die weitere Umsetzung eingebunden?

„Die Mobilitätsbedürfnisse von Menschen und der Wirtschaft kennen keine Kreis- und Gemeindegrenzen“, erklärt Martin Tichy, Grüner Kreistagsabgeordneter im zuständigen Ausschuss für Klima, Umwelt, Gesundheit und Infrastruktur (KUGI). „Umso entscheidender ist, dass ein nachhaltiger Mobilitätsplan nur gemeinsam von Stadt und Kreis erarbeitet werden kann. Daran, dass dies erfolgt und gelungen ist, haben wir erhebliche Zweifel.“

Mit ihrer Anfrage wollen die Grünen erfahren, ob es zwischen dem Landrat und dem Darmstädter Oberbürgermeister wie angekündigt zu einer Einigung über die gemeinsamen Ziele gekommen ist.  Und wie der Landkreis bei den relevanten Sitzungen und der Abschlussveranstaltung vertreten. Es geht auch darum, wie der Landkreis sich inhaltlich eingebracht hat und ob die Erarbeitung von eigenen Handlungskonzepten und Maßnahmen geplant ist. Darüber hinaus wollen die Grünen erfahren, wie es nun konkret weitergeht.

„Mit der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA) ist es schon vor Jahrzehnten gelungen Straßenbahn und Bus gemeinsam für die Region und die Menschen zu koordinieren und weiterzuentwickeln. Für die gebietsüberschreitenden Verkehre mit PKW, LKW und Rad sind wir noch nicht entscheidend vorangekommen. Deshalb fragen wir nach, was aus den vollmundigen Ankündigungen zum SUMP geworden ist“, so Tichy abschließend.