Die Ankündigung des hessischen Wirtschaftsministers Kaweh Mansoori, ein „verschärftes“
Betriebskonzept für den Frankfurter Flughafen vorzulegen, sorgt auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg für große Sorge.
„Die Pläne werfen die Frage auf, wie viel Fluglärm die Menschen in unserer Region noch ertragen sollen. Der Minister will den Flughafen für Wachstumsprognosen ertüchtigen, deren Eintritt höchst fraglich ist. Gleichzeitig bleiben seine Zusagen beim Lärmschutz vage und unverbindlich“, erklären die Vorsitzenden der Grünen Kreistagsfraktion, Mirjam Glanz und Christian Grunwald. „Wer zusätzlichen Flugverkehr ermöglicht, muss auch ehrlich benennen, welche Folgen das für Gesundheit und Lebensqualität der Menschen hat“, betonen Glanz und Grunwald.
„Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist bereits heute stark von Fluglärm betroffen. Insbesondere seit der Einführung der Abflugroute „CINDY S“ hat die Belastung vieler Kommunen deutlich zugenommen. Es kann nicht sein, dass bestehende Kompromisse beim Fluglärmschutz Schritt für Schritt aufgeweicht werden. Bereits in der Vergangenheit haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Flugbewegungen und damit auch der Fluglärm im Interesse des Landkreises insgesamt begrenzt werden müssen. Deshalb werden wir sehr genau prüfen, welche konkreten Auswirkungen das angekündigte Betriebskonzept auf unsere Region haben wird.
Für uns Grüne gilt: Fluglärm ist Daueraufgabe!
In der Fluglärmdebatte braucht es Ausgleich und tragfähige Kompromisse zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz der Bevölkerung. Für einen wirksamen Lärmschutz und eine Begrenzung der Flugbewegungen werden wir uns weiterhin konsequent einsetzen. Ein blindes Wachstum des Flughafens um jeden Preis lehnen wir jedoch entschieden ab“, so Glanz und Grunwald abschließend.