Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Namensgebung der neuen Grundschule in Griesheim

Ergänzungsantrag zur Kreistagssitzung am 27.03.2023 zur
Verwaltungsvorlage Nr. 2553 -2023/DaDi: Namensgebung neue Grundschule Griesheim

Der Beschlussvorschlag wird wie folgt geändert.

Der Kreistag möge beschließen:

  1. Die Namensgebung „August – Euler – Schule“ erfolgt nicht und die Entscheidung wird zurückgestellt bis ein Auswahlverfahren unter Einbeziehung örtlicher Akteur*innen, mindestens Lehrkräfte, Eltern und Kinder der existierenden Grundschulen stattgefunden hat.
  2. Im Fall einer Namensgebung nach einer Person soll diese nach dem Namen einer Frau erfolgen.

Begründung:
Die Grundschule ist ein prägender Lebensraum für Kinder. Deshalb soll eine Schule auch so benannt werden, dass ein Bezug zu Kindern in der entsprechenden Altersgruppe besteht. Ein Bezug kann über einen Personennamen, aber beispielsweise auch über eine Besonderheit des Schulstandorts hergestellt werden. Daher sollen die Gruppen, die mit der Entscheidung der Namensgebung täglich in Berührung kommen wie Kinder, Eltern und Lehrkräfte am Namensgebungsprozess beteiligt werden. Es besteht kein Zwang die Namensgebung vor dem Start der neuen Grundschule vornehmen zu müssen.

Fünf von sechs Griesheimer Schulen sind nach männlichen Personen benannt.

Sollte die Namensgebung der neuen Schule nach einer Person erfolgen, soll dabei eine Frau berücksichtig werden. Mit der Benennung der Schule nach einer namhaften Frau kann der Bevölkerung und den Schulkindern auch vermittelt werden, welche Leistungen Frauen in Gesellschaft, Kunst, Arbeitsleben, Entwicklung, Geschichte oder in anderen Bereichen durch ihr Wirken hervorgebracht haben und hervorbringen.