GRÜNE fragen nach Aidshilfe und Aidsprävention im Landkreis

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) leben etwa 97.700 Menschen mit HIV in Deutschland. 2024 haben sich schätzungsweise 2.300 Menschen neu in Deutschland mit HIV infiziert – und damit 200 mehr als im Vorjahr.

Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 01.12.2025 wurden diese Zahlen in der Presse veröffentlicht.

Mit hochwirksamen medikamentösen Therapien können Übertragungen inzwischen verhindert werden und so das Infektionsgeschehen stabilisiert oder gegen Null heruntergefahren werden. Vorausgesetzt, die HIV-Infektionen werden früh diagnostiziert und die betroffenen Menschen haben Zugang zu den erforderlichen Medikamenten. Ebenso helfen Aufklärung und Enttabuisierung der Erkrankung, die Verbreitung des HIV-Virus einzudämmen.

„Wir Grünen wollen wissen, wie die Verbreitung des HIV-Virus im Landkreis ist, ebenso wie die Hilfestrukturen für betroffene Menschen sind und welche Präventionsmaßnahmen getroffen werden. Deshalb haben wir eine Anfrage gestellt“, erklärt Claudia Schlipf-Traup, Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion. Die Anfrage beinhaltet, wie viele Menschen in den letzten drei Jahren das Angebot einer HIV-Testung am hiesigen Gesundheitsamt in Anspruch genommen haben. Ebenso wird erfragt, ob bekannt ist, wie viele Menschen im Landkreis infiziert sind und wie sich die Zahl der Neuinfektionen in den letzten Jahren entwickelt hat.

„Aids-Aufklärungs- und Informationskampagnen an Schulen oder bei anderen Institutionen sind wichtige Präventionsmaßnahmen“, stellt der Co-Fraktionsvorsitzende Christian Grunwald fest, der beruflich in der Jugendarbeit tätig ist. „Uns ist wichtig zu wissen, was der Landkreis in dieser Hinsicht unternimmt und wie hierbei Gesundheitsamt und Jugendförderung eingebunden sind.“

Menschen, die Drogen konsumieren, gehören zu den Risikogruppen für HIV-Infektionen. Deshalb fragen die Grünen, ob es im Landkreis Stellen gibt, an denen sterile Spritzen und Konsumutensilien ausgegeben werden.

Weiter wird in der Anfrage der Grünen nach HIV-Schwerpunkt-Arztpraxen gefragt. Mit welchen freien Trägern und in welcher Form der Kreis und das Gesundheitsamt zur AIDS-Prävention sowie zur Betreuung und Beratung von Infizierten zusammenarbeiten, ist ebenso Gegenstand der Anfrage.